rion-logo - Link zur Startseite

Entwicklung und
Erprobung von
webbasierten
Lernmaterialien für
Rechtsinformatik

Im Projekt RION (1.3.2001 - 31.8.2003) sollte die Rechtsinformatik im Rahmen der rechtswissenschaftlichen, informatischen und wirtschaftswissen-
schaftlichen Ausbildung für die universitäre Lehre an juristischen, betriebswirtschaftlichen und informatischen Fachbereichen multimedial aufbereitet und in die Lehrangebote der beteiligten Hochschulen integriert werden.

Im Mittelpunkt der didaktischen Erwägungen für RION standen die Unterstützung und Etablierung interaktiver und kooperativer Lehr- und Lernformen (unter der Nutzung entsprechender kommunikations- und kooperationsunterstützender Systeme wie JurMOO, WWW, Foren, E-Mail-Nachrichten, Shared Workspace zum Dateiaustausch, Chat usw.), die die klassische Präsenzlehre um selbstorganisiertes, aktives, offenes, exploratives, aufgabenbezogenes Lernen in den Organisationsformen Projekt, Workshop, Seminar, Kleingruppe und Selbststudium sowie Lernen durch Lehren ergänzen.

Die Lernenden konnten Leistungsnachweise ("Scheine" oder credit points) in Rechtsinformatik erwerben, die mindestens an allen beteiligten Hochschulen anerkannt wurden.


RION-Lernumgebung

Die Software wurde didaktisch unter Einbeziehung konstruktivistischer Lernmodelle und nach den neuesten Methoden des Informations- und Interaktionsdesign gebrauchstauglich gestaltet.

Die Lernumgebung von RION wurde unter Berücksichtigung der spezifischen Lernstile und Lerninteressen von Frauen gestaltet.

Multimediale Bestandteile der entstehenden, erweiterbaren Lernumgebung waren:

  • JIRI - das Juristische Informationssystem Rechtsinformatik - eine Datenbank mit umfangreichen Materialien zur Rechtsinformatik (Gesetze, Urteile, Erläuterungen),
  • web-basierte Studienmaterialien mit interaktiven Elementen auf der Basis der Lernplattform Hyperwave eLearning Suite (eLS),
  • JurMOO. Dabei handelte es sich um eine virtuelle Welt, in der geführte Seminare, Gruppendiskussionen, Workshops und Ausstellungen stattfinden und als Kombination von klassischer Präsenzlehre mit kooperativen, selbstorganisierten Lernformen implementiert werden.

Evaluation der Materialien und des Projekts

Bei der Evaluation wurde neben der Qualitätssicherung der Produkte von RION auch die Entwicklung sinnvoller Evaluationsinstrumente vor dem Hintergrund unterschiedlicher Erwartungen und sich verändernder Inhalte des Angebots selbst angestrebt. Evaluiert wurde insbesondere auch hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Rezeption des multimedialen Angebotes. Besonderes Augenmerk lag außerdem auf der Evaluation von JurMOO.



Projektbeteiligte

Am Projekt RION (frühere Bezeichnung REIN) waren zehn Partner an neun Universitäten in fünf Bundesländern beteiligt. Acht der Arbeitsgruppen vertraten die Rechtsinformatik, zwei gehörten zur Informatik.

Die Gesamtleitung lag in den Händen von Prof. Dr. Britta Schinzel (Freiburg). Ihre Arbeitsgruppe entwickelte die Lehr- und Lernszenarien insbesondere für kooperatives Lernen. Außerdem war sie zuständig für die Gestaltung und Organisation des JurMOO.

Prof. Dr. Jürgen Taeger (Oldenburg) war der Stellvertretende Projektleiter und zugleich der Leiter des aus zwei Arbeitsgruppen bestehenden Oldenburger Teilprojekts. Seine Arbeitsgruppe baute das Juristische Informationssystem Rechtsinformatik (JIRI) auf und koordinierte die inhaltlichen Beiträge der anderen juristischen Arbeitsgruppen, die als "Content Provider" mitwirkten. Die zweite Arbeitsgruppe in Oldenburg sorgte unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Gorny für die technische Infrastruktur in Form der Datenbank- und Webserver und der Lernplattform Hyperwave eLearning Suite (eLS). Sie sorgte zudem für das Informations- und Interaktionsdesign aller webbasierten Materialien des Projekts.

Die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Bernd Holznagel (Münster) und von Prof. Dr. Thomas Dreier (Karlsruhe) erarbeiteten Texte für JIRI und entwickelten Studienmaterialien für die im Projekt geschaffenen Lehrveranstaltungen.

Dem Projekt assoziert waren weitere fünf juristische Arbeitsgruppen. Sie kooperierten mit den drei anderen "Content Providern" und erprobten zudem die entwickelten Studienmaterialien. Es waren die Arbeitsgruppen von

  • Prof. Dr. Bernd Lutterbeck (Berlin),
  • Prof. Dr. Jochen Marly (Darmstadt),
  • PD Dr. jur. Irini Vassilaki (Göttingen),
  • Prof. Dr. Wolfgang Kilian (Hannover),
  • Prof. Dr. Joachim Heilmann (Lüneburg),
Das Projektkonsortium - Übersicht

Geändert am 13. Mai 2005 (rmx)
webmaster@ri-on.de